Die zahlreichen Felsstürze und Tropfsteine zeugen vom bemerkenswerten Alter der Höhle, das bis heute noch ungewiss ist.

Zudem ist es schwierig festzustellen, welcher unterirdische Fluss die Höhle ausgehöhlt hat, da sie sich heute wegen der flächenhaften Abtragung der Oberfläche (Denudation) wesentlich näher an der Erdoberfläche befindet als in ihrer Entstehungszeit, in der die Höhle Vilenica zur Gänze unter Wasser stand.

Der Eingang entstand durch den Einsturz der Decke. Darauf weist ein großer Sturzkegel hin, über den wir in den ersten Saal – den Tanzsaal – gelangen. Dort findet jedes Jahr die Abschlussveranstaltung des internationalen Literaturpreises Vilenica statt. Den großen Saal ziert eine mächtige dunkelgraue Tropfsteinsäule, die die BesucherInnen in der Vergangenheit „das Mohr“ (slo. Maver) genannt haben.

Der Gang, über den wir uns vom Tanzsaal tiefer begeben, ist einheitlich, aber gleichzeitig abwechslungsreich. An einigen Stellen führt er abwärts, an anderen aufwärts und erreicht eine Höhe von bis zu 30 m. Auf dem Weg weitet er sich mehrmals zu Sälen aus, in folgender Reihenfolge: Tropfsteinallee, Roter Saal und Feensaal.

Der touristische Weg endet mit dem Feensaal, danach stürzt die Höhle steil nach unten in den nicht touristischen Teil, der Fabrishöhle genannt wird. Für sie sind kleinere Räume und zahlreiche Engen charakteristisch. Die Höhle erreicht eine Tiefe von bis zu 191 m unter der Oberfläche. Die Gesamtlänge der Höhle beträgt über einen Kilometer, wovon lediglich 450 m beleuchtet und für touristische Führungen zugänglich sind.

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